Scan - Med - Korridor

Mit Realisierung des Scan-Med-Korridors soll der Güterverkehr zwischen Skandinavien (Finnland) und dem Mittelmeer (Italien) auf die Schiene gebracht werden. Insbesondere sollen Containerschiffe aus Asien nicht mehr Häfen in den Niederlanden (Rotterdam) oder Deutschland (Hamburg, Bremerhaven usw.) anlaufen, sondern italienische Häfen (Genua, Triest). Von dort soll der Transport per Bahn nach Nordeuropa erfolgen.

Die Gesamt-Transportzeit eines Containers von Asien nach Nordeuropa soll damit um bis zu 4 Tage verkürzt werden.

Einschränkungen:

Ein Containerschiff aus Asien wird einen italienischen Hafen nur anlaufen, wenn es durch den Suez-Kanal fahren kann. Die Passage durch den Suezkanal ist aber begrenzt auf Schiffe mit max. 8.500 Containern (40-Fuß).

Große Containerschiffe mit Ladekapazitäten bis zu 11.000 Containern fahren um die Südspitze Afrikas herum. Sie passieren in einigem Abstand die Straße von Gibraltar und laufen direkt z.B. Rotterdam an. Die Strecke vom Eingang in die Straße von Gibraltar nach Rotterdam ist lediglich 150 sm (Seemeilen) länger als die Strecke nach Genua. Für ein Containerschiff bedeutet dies ein Mehr an Fahrzeit von nur 7 Stunden.


Zusammenfassung / Fazit

Ein großes Containerschiff wird also niemals Genua anlaufen, weil sich dadurch die Gesamttransportzeit nach Holland oder Norddeutschland, bedingt durch den Transport von Genua aus nach Norden, drastisch verlängern würde.