Brenner-Nordzulauf

Sinn und Zweck

Es ist klar erwiesen, dass eine Neubautrasse für den Brenner-Nordzulauf aus Kapazitätsgründen nicht erforderlich ist. Die Planung einer Neubautrasse als Umfahrung von Rosenheim und Weiterführung bis zur Grenze bei Kufstein, mit Auslegung auf eine Geschwindigkeit von 230 km/h, kann nur als Schnellbahntrasse für den Personen-Fernverkehr verstanden werden.

Sämtliche Neubautrassen, die die Deutsche Bahn in den letzten Jahrzehnten gebaut hat, dienen ausschließlich dem Personen-Fernverkehr. Dieser Geschäftszweig ist der einzige profitable der DB. Mit diesen Neubautrassen wurde keinerlei Reduzierung des LKW-Verkehrs erzielt. Die Schnellbahntrasse von Großkarolinenfeld bis zur österreichischen Grenze hat eine Länge von 35 km. Diese Strecke würde ein ICE bei 230 km/h in etwa 10 min zurücklegen. Auf der Bestandsstrecke würde der ICE etwa 20 min benötigen, mit Halt in Rosenheim ca. 25 min.

Die Neubautrasse mit Umfahrung von Rosenheim bringt also unter dem Strich eine Fahrzeitverkürzung von 15 min. auf dem Weg nach Italien. Unterstellt man für diese Neubautrasse Baukosten in Höhe von 3 Milliarden €, so kostet jede Minute Fahrzeitverkürzung 200 Millionen €. Zudem ist Rosenheim damit vom Fernverkehr abgeschnitten. Um die Schnellbahntrasse vom langsamen Güterverkehr freizuhalten, würden weiterhin alle Güterzüge durch den Bahnhof von Rosenheim fahren.


Zusammenfassung / Fazit

Die Neubautrasse soll eine reine Schnellbahntrasse werden. Wenige Minuten Fahrzeitverkürzung müssen mit gigantischen Beträgen vom Steuerzahler finanziert werden.