Der Bedarf... mehr als fragwürdig

Manipulation durch Meinungsumfrage

Eine von der DB und ÖBB beauftragten Meinungsumfrage der Firma forsa vom 08. Mai bis 11. Juni 2018 hat ergeben, dass
78% von den Befragten sind für das Bahnprojekt durchs Inntal.

Dies ist ein kleiner Auszug aus dem Fragenkatalog:
84% der Befragten seien Staus und Verkehrsbehinderungen sehr störend
84% der Befragten geben an, die Auswirkungen des LKW Verkehrs sein sehr belastend

Bei den Prozentwerten ist allerdings zu beachten, dass die Firma forsa ein unabhängiges Institut für Meinungsumfragen ist.
Der Leitsatz der Firma lautet: Die Informationswünsche der Kunden zu erfüllen

Getreu dem Motto: "Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast."
Wir möchten der Bahn an dieser Stelle keine Manipulation unterstellen, allerdings lösen die Fragestellungen erhebliche Bedenken aus.

 

Schienengüterverkehr rückläufig

Zahlen, die nicht für eine Wirtschaftlichkeit des Schienengüterverkehr sprechen.

 

Schienengüterverkehr unflexibel und teuer

  • Dürfen wir die Straßen Mautgebühren kontra Bahn beeinflussen?
    (EU Recht, Freier Wettbewerb)
  • Dürfen wir die Schiene subventionieren?
    (EU Recht, Freier Wettbewerb)
  • ROI bei welchen Zahlen ist eine Wirtschaftlichkeit gegeben.
  • Oder gilt hier der Leitsatz der Steuerzahler kommt für die Wirtschaftlichkeit auf.

Aus diesen Erkenntnissen muss sich die Politik einige Fragen stellen!

 

Keine Entlastung, sondern zusätzliche Belastung

  • Ein- und Ausschleifungen von der Neubaustrecke auf die Bestandsstrecke durch Verknüpfungsstellen.
  • Die Bahn hat nicht vor, im Bereich des Inntals und im Rosenheimer Becken Terminals für den Güterumschlag von der Schiene auf die Straße zu errichten.
  • Ist es möglich, dass dies durch Privatinvestoren abgewickelt werden kann?
  • Was hat dies für Auswirkungen auf den LKW Güterverkehr in unserer Heimat?
 

Keine Entlastung, sondern zusätzliche Belastung

Wird sich der LKW Verkehr durch den Bau der Bahntrasse reduzieren?

Nein!

Fakt ist, der gesamte Güterverkehr wird sich durch den Bau der Trasse erhöhen.

Ansonsten hätte das Projekt für die DB und die ÖBB keinen wirtschaftlichen Nutzen!

 

Aussage des Bundesverkehrsministeriums

Im Rahmen der Arbeiten zur Bundesverkehrswegeplanung wird davon ausgegangen, dass die nördliche Zulaufstrecke zum Brenner 2030 von 94 Personen- und rd. 120 Güterverkehrszügen frequentiert wird. Aufgrund dieses erwarteten Verkehrsaufkommens würde die durchschnittliche Auslastung der unveränderten, aktuellen Strecke bei rd. 85 Prozent über den gesamten Tag liegen.

Im Planfall des BVWP 2030 ist eine Blockverdichtungen auf der Bestandsstrecke unterstellt. Aufgrund dieser Maßnahme und aufgrund des mit dem 740m-Programm verbundenen Rückgangs der Zugzahlen des SGV ergibt sich für 2030 aus heutiger Sicht eine prognostizierte Streckenauslastung von ca. 70 Prozent.

Fazit: Es werden keine 3. und 4. Bahntrasse für einen fiktiven Bedarf benötigt!

 

Mit Tempo 230 km/h durchs Inntal

Die 230 km/h ist eine Hauptprämisse von der DB bei Neubaustrecken.

Durch diese Vorgabe werden andere Streckenverläufe nicht betrachtet.

Es gäbe andere Streckenführungen die deutlich kürzer sind

Wichtige Termine:
Vorschläge alternativer Trassenführungen durchs Inntal möglich bis Ende 2018
Bekanntgabe finaler Trassenvorschlag bis 2020
Neubaustrecke ab 2038

 

Unsere Forderungen, basierend auf diesen Fakten & Zahlen sind:

  1. Sofortiger Planungsstopp
  2. Wirksamer Lärmschutz der Bestandsstrecke
  3. Sinnvolle und nachhaltige Logistik-Konzepte für den LKW-Strassen- und Schienenverkehr
  4. Belastbare Zahlen für den gesamten Güterverkehr